"Die Menschen sind es leid, immer zu Wahlkampfzeiten mit Versprechen überschüttet zu werden. Sie erwarten zu Recht konkrete Vorschläge."
CSU-Wirtschaftsminister zu Guttenberg über den "Deutschlandplan" der SPD und die Aussage von SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier neue Arbeitsplätze schaffen zu wollen. Hätte zu Guttenberg das Wahlprogramm seiner Partei, der CSU, gelesen, hätte er auf Seite 9 festgestellt, daß dort ähnliches steht. “Seit Ludwig Erhard gilt der Grundsatz ‘Wohlstand für alle’. Für uns bedeutet das heute vor allem: Arbeit für alle, Leistungsgerechtigkeit und Generationengerechtigkeit”.
Auch seine eigene Kanzlerin machte er mit seiner vermeintlichen SPD-Kritik lächerlich. Bereits vor über einem Jahr erklärte CDU-Kanzlerin Angela Merkel auf die Frage, ob sich die Politik das Ziel der Vollbeschäftigung setzen solle: “Ja, man sollte es sich setzen”. Auf Nachfrage, ob dieses Ziel realistisch sei, gab sie an: “Ich setze mir doch keine unrealistischen Ziele.”
Die CSU-Versprechen, wonach die Steuern nach der Bundestagswahl gesenkt werden sollen, bleiben hier unerwähnt. Von zu Guttenberg lernen heißt: Andere schlecht reden - Wahrheitsgehalt egal, Hauptsache der Anzug sitzt!
Bild: BMWi