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Nordhessische Jusos: Mehdorn sollte endlich Ticket in Ruhestand lösen! Börsengang stoppen!

Die nordhessischen Jusos sind empört über die aktuellen Vorgänge bei der Deutschen Bahn. Sie reagierten damit auf Medienberichte, über umfangreiche Bonuszahlungen im Falle des Börsenganges an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, Hartmut Mehdorn, sowie seine Vorstandskollegen.

„Das ist doch alles nicht zu glauben,“ so der Bezirksvorsitzende der nordhessischen Jusos, Tim Schmuch. „Jetzt wissen wir auch, warum Hartmut Mehdorn immer so Feuer und Flamme für den Börsengang seines Unternehmens war und immer erklärt hat, dass er viel Geld in die Kassen des Unternehmens spülen würde. Allerdings hat er sich wohl mit der Kasse vertan. Er meinte wohl sein eigenes Portemonnaie, das durch den Börsengang mit gut 1,4 Millionen € zusätzlich üppig gefüllt wird,“ erklärte Schmuch weiter. „Da muss jetzt endlich mal aufgeräumt werden. Mehdorn gehört gefeuert, und der unsinnige Börsengang endlich gestoppt,“ forderten die nordhessischen Jusos.

Auch Mehdorns Gehaltszahlungen müssten überprüft werden. „Bei Bankmanagern sagt der Bundesfinanzminister, dass 500.000 € im Jahr genug seien. Beim Staatsunternehmen Bahn lagen die Vorstandsbezüge von Hartmut Mehdorn im Geschäftsjahr 2006 bei 3,18 Millionen €. Das sind rund 300 % mehr als der damalige Vorstandsvorsitzende der Bahn 1994 nach der Bahnreform bekommen hat. Um das alles zu bezahlen will Mehdorn dann die Ticketpreise um 2,50 € verteuern, wenn man sie am Schalter kauft. Das passt doch alles nicht zusammen,“ erklärte Schmuch. 

Auch Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee solle überlegen, ob er weiterhin im Amt bleiben wolle. „Das ist doch nicht das erste mal, dass etwas schief läuft bei der Bahn. Und anstatt aus der miesen Performance selbst die Konsequenzen zu ziehen, entlässt Tiefensee auch noch seinen Staatssekretär. Das verursacht hohe Kosten für die Bürgerinnen und Bürger und war völlig unnötig, denn nach der Entlassung musste Tiefensee seine Lüge eingestehen,“ so der Unterbezirksvorsitzende von Hersfeld-Rotenburg, Pascal Barthel. Tiefensee hatte zugeben müssen, schon Monate vorher über die Bonuszahlungen an Bahnvorstände gewusst zu haben, die er jetzt kritisierte und seinen Staatssekretär für seine vorgebliche Unkenntnis verantwortlich machte. „Der neue und alte SPD-Parteivorsitzende Franz Müntefering und SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier müssen da jetzt endlich mal aufräumen, sonst wirft das ganze Chaos um Mehdorn und Tiefensee einen langen Schatten auf die Bundestagswahl im kommenden Jahr. Die Bahnprivatisierung ist unsinnig und muss endlich gestoppt werden. Die sozialdemokratischen Minister in der Bundesregierung sollten sich jetzt endlich an die Beschlüsse des Hamburger Parteitages halten, denn die Bahn gehört auf die Schiene und nicht an die Börse,“ forderten die nordhessischen Jusos.  


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