Bei einem Bezirksausschuss stellte sich die Kandidatin für den Juso-Bundesvorsitz, Franziska Drohsel aus Berlin, den nordhessischen Jusos vor. Drohsel kam damit einem Angebot des Bezirks nach, ihre Positionen ausführlich zu diskutieren.
Die Kandidatin für den Juso-Bundesvorsitz Franzika Drohsel nach der Diskussion mit den nordhessischen Jusos.
Nachdem der amtierende Juso-Bundesvorsitzende Björn Böhning nach etwas mehr als 3 Jahren das Handtuch wirft und angekündigt hat, daß er auf dem kommenden Juso-Bundeskongress in Wolfsburg nicht erneut antreten werde, erklärte Franziska Drohsel ihre Kandidatur.
Die 27-jährige, die zur Zeit an ihrer Promotion und als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität arbeitet, ist seit März 2006 Vorsitzende des Juso-Landesverbandes Berlin. Drohsel präsentierte in einem kurzen Vortrag wie sie sich die Schwerpunkte der Arbeit in den kommenden 2 Jahren vorstelle. Sie werde sich intensiv um die Bereiche "Soziale Frage" und den Kampf gegen Rechtsextremismus kümmern, so Drohsel. Außerdem wolle sie sich dafür einsetzten, daß der Verband offener für junge Menschen werde, die sich bislang nicht in dem Maße an der politischen Arbeit bei den Jungsozialisten beteiligten, wie es wünschenswert sei. Insbesondere müssten die Jusos attraktiver für junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden, forderte Drohsel. Mit welchen Maßnahmen sie als vielleicht zukünftige Bundesvorsitzende konkret diesen Mißstand beheben wolle, blieb allerdings ungenau.
Drohsel erklärte, daß sie alle Verbandsteile in die Arbeit des Juso-Bundesverbandes integrieren möchte, sofern sie auf dem Bundeskongress in Wolfsburg gewählt werden sollte. Konkrete Antworten, wie sich aus ihrer Sicht der neue Bundesvorstand zusammensetzten sollte, blieb sie aber schuldig. "Wir sind gerne bereit Verantwortung im Bundesverband zu übernehmen," so der Stellvertretende Vorsitzende des Juso-Bezirkes Hessen-Nord und Bundesausschußvertreter Ruven Zeuschner. "Das machen wir auch mit unserer Kandidatur für den Juso-Bundesvorstand deutlich." Die Zeit der Ausgrenzung müsse endlich vorbei sein, forderte Bezirksvorsitzender Tim Schmuch. Da sei der Wechsel an der Spitze des Verbandes der richtige Zeitpunkt, um die gemeinsame Arbeit zwischen Bundesverband und dem nordhessischen Juso-Bezrik einen wichtigen Schritt voran zu bringen. "Wir sind dazu bereit konstruktiv mitzuarbeiten, " so Schmuch.