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Beitrag vom 23.04.2006
Buchbesprechung: Chronik der deutschen Sozialdemokratie
Das sozialdemokratische Echolot!




von Björn Spanknebel

In einer Neuauflage des Dietz-Verlages ist die traditionsreiche Chronik der deutschen Sozialdemokratie in drei Bänden erschienen. Sie umfasst den Zeitraum der sozialdemokratischen Bewegung von ihren Anfängen der Industrialisierung in Deutschland bis zum Ende der sozial-liberalen Bundesregierung unter der Führung des damaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt.

Der Autor Dieter Schuster hat die -ursprünglich von Franz Osterroth- begonnene Chronik überarbeitet und für die Zeit ab 1977 erweitert und neu gestaltet. In seinem Vorwort schreibt Schuster, dass es sich bei der Chronik der deutschen Sozialdemokratie nicht um eine Darstellung der Geschichte handelt. Im Gegenteil, es handelt sich um ein Kompendium aus Daten, Fakten und Hintergründen die die sozialdemokratische Bewegung äußerst vielfältig und lebendig erscheinen lassen. Chronologisch werden alle wichtigen Ereignisse und Begebenheiten, die für die Sozialdemokratie von Bedeutung sind, fast Tagebuchartig rekapituliert. Der Leser gewinnt so einen vielfältig nuancierten Eindruck von der gesamten Bandbreite der gesellschaftlichen Aktivitäten der Arbeiterbewegung. Diese neue soziale Bewegung ruft unterschiedlichste Reaktionen in ihrer zeitgenössischen Umwelt und in der jeweiligen Gesellschaft hervor.

Durch die drei Bände werden die unterschiedlichsten Stimmen in der Sozialdemokratie zum sprechen gebracht. Die kalendermäßige Aufmachung der drei Werke ist gelungen und macht es dem Leser einfach, sich zurecht zu finden.

Der heilige Augustinus hat zu Recht einmal festgestellt, daß es eine Kunst ist, das Schwierige einfach darzustellen. Bei der Chronik der deutschen Sozialdemokratie ist das zweifellos gelungen. Die drei Bände von Dieter Schuster und Franz Osterroth kann man nur empfehlen.
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